Methode Zukunftsreise
Um den Handlungsbedarf bereits für die nächste Zeitperiode heraus zu kristallisieren, werden wir uns auf die ZEITREISE WASSER 2050 begeben, und auf diesem Weg mögliche Szenarien für die Wasserlandschaft von morgen entwerfen.
Dabei stützen wir uns auf die so genannte 'Szenario' Technik. Eine Methode, die bislang erfolgreich bei ökonomischen, politischen, ökologischen, technologischen und gesellschaftlichen Fragestellungen mit großen Unbekannten und unwägbarer Zukunftsrelevanz verwendet wurde. Die 'Szenario' Methode hat sich für die Politik ebenso wie für Unternehmen aller Branchen und Größen als hilfreiches Instrument zur Projektion künftiger Entwicklungen bewährt und wird bei der Ausarbeitung tragfähiger Zukunftsstrategien sowie beim Krisen- und Risikomanagement eingesetzt.
Da man ungeachtet des jeweiligen Wissensniveaus die Zukunft niemals exakt berechnen oder vorhersagen kann, gilt es über dieses Verfahren flexible Zukunftsbilder und -varianten zu entwickeln.
Wertewandel
Die 'Szenario' Technik zielt vor allem auf das Herausfiltern deutlich voneinander abgesetzter Szenarien, so dass sich
am Ende ein weites Spektrum von möglichen Zukunftsbildern auffächert. Im Falle der ZEITREISE 2050 bedeutet dies als Fragestellung: Wie soll und wird, kann oder darf die Zukunft unseres Wassers überhaupt in 40 Jahren aussehen? Welche Facetten der Zukunft sind vorstellbar zwischen der Endzeit-Fiktion von Weltkriegen um das „Blaue Gold“ oder dem Versiegen letzter Brunnen einerseits und dem Ideal eines nachhaltig klugen Wassermanagements andererseits?
Auf der Reise in eine durchaus gestaltbare Zukunft wird eine Gruppe Meinungsbildnern aus Wissenschaft und Politik, Wirtschaft und Technik, Umwelt und Gesellschaft zusammen mit Künstlern ein Spektrum von vorstellbaren Szenarien entwerfen, wie unsere Wassersituation im Jahre 2050 beschaffen sein könnte.
Wenn in diese Zukunftsprojektion verstärkt das erfinderische Potential der Kunst eingebracht wird, dann mit der Absicht, lineare Denkabläufe rechtzeitig zu konterkarieren und unorthodoxe Strategien plastischer herauszuarbeiten. Immerhin geht es hier auch um den Versuch, einen neuen Modus der politischen und gesellschaftlichen Verantwortung für Künstler zu artikulieren. Infolge des Autonomieanspruchs der westlichen Moderne ist dieser im letzten Jahrhundert weitgehend abhanden gekommen.
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Visionärer Kurs Auf dem Weg zurück aus den herauf beschworenen Wasserlandschaften der Zukunft in die unmittelbare Gegenwart wollen wir in regelmäßigen Zeitsprüngen die denkbaren Maßnahmen, Innovationen und Entscheidungen herausschälen.
Dies geschieht durch wie in einem Storyboard imaginierte Situationen, welche es je nach Stoßrichtung zu erwirken oder eben zu vermeiden gilt.
Ist man schließlich wieder im Hier und Jetzt angekommen, kommt es darauf an, die Differenz zwischen der Realität der Weltwasserlage heute und einer idealen Vision für eine lebenswerte Zukunft präzise zu analysieren.
Unweigerlich zeichnen sich durch das Zurückgeworfensein auf die bislang unzulänglichen Strategien oder heutiges Laissez-faire die fatalen Konsequenzen für den weiteren Haushalt des Wassers ab. Generell soll ein Bewusstsein für eine neue Zukunftsverantwortung und daraus resultierendes nachhaltiges Handeln geschaffen werden, um so die Reservoirs des Wassers und damit das Überleben von Mensch und Natur zu befördern.
Kategorischer Imperativ: Nur mit und nicht gegen den Regenerationszirkel des Wassers lässt sich auch der globale Ressourcen-Haushalt steuern!